SMD-Widerstand-Rechner

Kostenloses Elektronik-Werkzeug

Was bedeutet der Aufdruck auf deinem Widerstand? Gib den Code ein und erhalte den Nennwert in Ohm – mit erkanntem Schema und Rechenweg.

Code eingeben

Unterstützt: 3- und 4-stellige Zahlencodes, R-Schreibweise, EIA-96 sowie 0 und 000.

Der Rechner benötigt JavaScript. Falls er nicht startet, nutze die Beispieltabelle und die Erklärung der Codes weiter unten.

Aufdruck entschlüsseln

Nur die Zeichen eingeben, ohne Ω oder kΩ.

Oder ein Beispiel ausprobieren:

Dein Ergebnis

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Gib einen Code ein oder wähle ein Beispiel. Der Rechenweg wird mit angezeigt.

Der Aufdruck allein identifiziert kein Bauteil sicher. Hersteller können andere Codes verwenden. Toleranz und Belastbarkeit ermittelt der Rechner nicht.

Welche Codes werden ausgewertet?
  • Zahlencodes: drei oder vier Ziffern, erste Ziffer 1–9, letzte Ziffer 0–7.
  • R-Schreibweise: drei oder vier Zeichen mit genau einem R, insgesamt zwei oder drei Ziffern und mindestens einer Ziffer hinter dem R. Der Wert muss größer als null sein.
  • EIA-96: Index 01–96 mit Y, X, A, B, C, D, E oder F.
  • Null-Ohm-Brücken: genau 0 und 000. Andere Null-Schreibweisen werden nicht ausgewertet.

Leerzeichen außen werden entfernt, Kleinbuchstaben in Großbuchstaben umgewandelt. Innere Leerzeichen bleiben ungültig; O wird nicht zu 0. Herstellerspezifische Codes, andere Buchstaben und Zahlencodes mit 8 oder 9 am Ende liegen außerhalb dieser Fassung.

So benutzt du den SMD-Widerstand-Rechner

  1. Aufdruck eingeben

    Übertrage die Zeichen vom Widerstand, etwa 103, 4R7 oder 01C. Lass die Einheit weg. Ein kleines r oder c ist erlaubt; der Rechner wandelt Kleinbuchstaben um.

  2. Wert berechnen

    Klicke auf „Wert berechnen“ oder drücke Enter. Die Beispielbuttons füllen das Feld und berechnen sofort. Änderungen im Feld entfernen das alte Ergebnis, damit es nicht zum neuen Code stehen bleibt.

  3. Ergebnis einordnen

    Du erhältst den Nennwert, den Wert in Ohm, das erkannte Schema und den Rechenweg. Der Nennwert ist der Sollwert nach diesem Codeschema. Er sagt noch nicht, welche Toleranz, Belastbarkeit oder Baugröße das Bauteil hat.

Der Rechner ist kostenlos und braucht kein Konto. Bei einem gültigen Ergebnis kannst du die Ausgabe kopieren. Gib wirklich den Aufdruck ein: Ein schon bekannter Wert wie „4,7 kΩ“ ist kein Widerstandscode.

Mit dem bekannten Widerstandswert kannst du im Spannungsteiler-Rechner weiterrechnen: Er bestimmt die Ausgangsspannung aus R1 und R2 oder berechnet einen fehlenden Widerstand. Eine angeschlossene Last und die Widerstandstoleranzen lassen sich berücksichtigen.

SMD steht für Surface Mount Device, also ein Bauteil für die Montage auf der Leiterplattenoberfläche. Wie diese Bauteile verarbeitet werden, erklärt der Ratgeber zur SMD-Bestückung.

Was die Zeichen auf dem Widerstand bedeuten

Für die Auswertung zählt die Schreibweise: nur Ziffern, ein R als Dezimalzeichen oder zwei Ziffern mit einem Buchstaben dahinter. Die folgenden Regeln gelten für die unterstützten Schemen. Abweichende Herstellerkennzeichnungen brauchen das passende Datenblatt.

Drei Ziffern: zwei Stellen und ein Multiplikator

Bei einem dreistelligen Zahlencode bilden die ersten beiden Ziffern den Basiswert. Die letzte Ziffer gibt die Zehnerpotenz an, mit der du ihn multiplizierst. Der Aufdruck 103 ergibt deshalb 10 kΩ:

Aufdruck103
Rechnung10 × 103 Ω
Nennwert10 kΩ
Die letzte Ziffer 3 steht für den Faktor 1.000.

Bei 472 rechnest du 47 × 10² Ω = 4.700 Ω = 4,7 kΩ. Bei 470 ist der Faktor 10⁰ = 1: Das Ergebnis lautet 47 Ω. Eine Null an letzter Stelle hängt also keine weitere Null an den Wert an. Die Markierungstabellen von Bourns [1] und Vishay [2] zeigen dieses Schema.

Vier Ziffern: drei Stellen und ein Multiplikator

Hier bilden die ersten drei Ziffern den Basiswert; die vierte ist wieder der Exponent. 1001 bedeutet 100 × 10¹ Ω = 1.000 Ω = 1 kΩ. Bei 4701 sind es 470 × 10¹ Ω = 4,7 kΩ. Der ähnlich aussehende Code 1000 steht dagegen für 100 Ω. Auch dieses Schema ist in den Herstellerunterlagen beschrieben. [1] [2]

R steht für die Dezimalstelle

Das R übernimmt die Stelle des Dezimalkommas. So wird aus 4R7 ein Wert von 4,7 Ω; R22 entspricht 0,22 Ω. Bei Werten unter 1 Ω zeigt der Rechner den Nennwert in Milliohm und zusätzlich den Ohmwert.

R-Schreibweise in Ohm und Milliohm
CodeWert in OhmKompakte Ausgabe
4R74,7 Ω4,7 Ω
1R001 Ω1 Ω
R220,22 Ω220 mΩ
R0100,01 Ω10 mΩ
R0050,005 Ω5 mΩ

Achte bei kleinen Werten auf die Einheit: 10 mΩ sind 0,01 Ω, nicht 10 Ω. Vishay beschreibt das R als Dezimalzeichen für seine Markierungsschemen. Bei Bourns CFN steht R005 im Bestellcode für 5 mΩ; der Körperaufdruck kann davon abweichen. Bestellcode und Aufdruck sind deshalb getrennt zu betrachten. [2] [3]

EIA-96: Tabellenwert und Buchstabe

Ein EIA-96-Code besteht aus zwei Ziffern und einem Buchstaben. Die Ziffern sind ein Index von 01 bis 96; der zugehörige Basiswert wird nachgeschlagen. Der Buchstabe bestimmt den Multiplikator. Der Rechner enthält alle 96 Tabellenwerte aus der verwendeten Bourns-Tabelle. [1]

01C ergibt 10 kΩ: Index 01 steht für 100, C für den Faktor 100. Bei 10C ist der Basiswert 124, also 12,4 kΩ. 43D ergibt 274 × 1.000 Ω = 274 kΩ. Die Ziffernfolge ist hier also kein direkt ablesbarer Widerstandswert.

EIA-96-Faktoren dieser Rechnerfassung
BuchstabeFaktorBeispiel mit Index 01
Y0,0101Y = 1 Ω
X0,101X = 10 Ω
A101A = 100 Ω
B1001B = 1 kΩ
C10001C = 10 kΩ
D1.00001D = 100 kΩ
E10.00001E = 1 MΩ
F100.00001F = 10 MΩ

SMD-Widerstandscodes: Beispiele zum Nachschlagen

Die Tabelle bleibt auch ohne JavaScript lesbar. Die Werte gelten jeweils nach dem angegebenen Schema.

Zwölf typische Rechenbeispiele
CodeSchemaNennwert
102Dreistellig1 kΩ
103Dreistellig10 kΩ
104Dreistellig100 kΩ
472Dreistellig4,7 kΩ
470Dreistellig47 Ω
1001Vierstellig1 kΩ
4701Vierstellig4,7 kΩ
4R7R-Schreibweise4,7 Ω
R010R-Schreibweise10 mΩ
01CEIA-9610 kΩ
10CEIA-9612,4 kΩ
000Null-Ohm-Brücke0 Ω nominal

Gerade 470 und 4701 lassen sich leicht verwechseln: 47 Ω und 4.700 Ω unterscheiden sich um den Faktor 100. Vergleiche deshalb den vollständigen Aufdruck.

Code nicht erkannt? Diese Fälle brauchen das Datenblatt

Nicht jede Kennzeichnung folgt einem allgemeinen Schema. Bei Bourns CFN bedeutet der Körperaufdruck 010 beispielsweise 10 mΩ. Zugleich sind CFN0402 und CFN0603 laut Datenblatt unmarkiert. Ein unmarkiertes Bauteil ist deshalb nicht automatisch eine Brücke. [3]

  • Zahlencode mit führender Null

    Bei 005, 010 oder 020 gibt der Rechner keinen geratenen Wert aus. Diese Kennzeichnungen können herstellerspezifisch sein. Separat unterstützt werden genau 0 und 000 als Brückencodes.

  • Abweichender Buchstabe

    Für EIA-96 werden nur Y, X, A, B, C, D, E und F ausgewertet. Andere Buchstaben oder ein Index außerhalb 01 bis 96 werden nicht umgedeutet.

  • Baugröße oder Wert statt Aufdruck

    0402 und 0603 können Baugrößen sein. Angaben wie „4,7 kΩ“ enthalten schon einen Widerstandswert. Beides gehört nicht als allgemeiner Zahlencode in den Rechner. Die SMD-Größentabelle hilft dir, Bauform und Maße zuzuordnen.

  • Kein lesbarer Aufdruck

    Wenn Zeichen fehlen oder das Bauteil unmarkiert ist, brauchst du eine andere Zuordnung: etwa über die Stückliste, die vollständige Bestellnummer und das Datenblatt. Der Rechner erkennt kein Bauteil anhand seines Aussehens.

Für die Auswahl eines Ersatzteils reicht der Nennwert allein nicht. Prüfe auch Baugröße, Toleranz, Belastbarkeit und die weiteren Anforderungen deiner Schaltung.

Häufige Fragen

Was bedeuten 0 und 000 auf einem SMD-Widerstand?

Sie können eine Null-Ohm-Brücke kennzeichnen, die als elektrische Verbindung dient. KOA beschreibt für RK73Z je nach Baugröße die Markierungen 0 oder 000; andere Ausführungen bleiben unmarkiert. „0 Ω“ ist der Nennwert. Der tatsächliche Widerstand ist nicht mathematisch null, und auch die zulässige Strombelastung ist begrenzt. Die jeweiligen Grenzen stehen im Datenblatt. [4] [5]

Zeigt der Rechner Toleranz und Belastbarkeit an?

Nein. Du erhältst den Nennwert nach dem erkannten Schema. Toleranz und Belastbarkeit werden daraus nicht abgeleitet. Schon die EIA-Markierung ist in der verwendeten Bourns-Unterlage für eine 0,1-%-Ausführung beschrieben. Nutze die vollständige Bestellnummer und das Datenblatt der Baureihe. [1]

Kann ich damit auch einen SMD-Code auf einem Transistor bestimmen?

Nein. Dieser Rechner wertet die beschriebenen Widerstandscodes aus. Ein Aufdruck auf einem Transistor kann etwas anderes bedeuten, auch wenn er wie ein Widerstandscode aussieht. Ohne identifizierte Bauteilart wäre die ausgegebene Widerstandsangabe nicht belastbar.

Quellen und Geltungsbereich

Grundlage sind die folgenden Herstellerunterlagen. Sie beschreiben bestimmte Baureihen und Markierungsschemen; daraus folgt keine universelle Kennzeichnung aller SMD-Widerstände.

  1. Bourns CRP0603: Datenblatt, Stand 08/04, Markierungstabelle auf PDF-Seite 3. Grundlage für die 96 Basiswerte und die acht verwendeten EIA-Multiplikatoren.
  2. Vishay: Surface Mount Resistor Marking, Dokument 20020, Revision 25.05.2010. Drei- und vierstellige Zahlencodes sowie R als Dezimalzeichen.
  3. Bourns CFN: Datenblatt, Revision 06/21, PDF-Seiten 2–3. Unterscheidung von Bestellcode und Körperaufdruck; Beispiel 010 = 10 mΩ und unmarkierte Ausführungen.
  4. KOA Speer: Full Line Catalog 2025, gedruckte Seite 280, Tabellenstand 28.03.2025. Kennzeichnung der RK73Z-Brücken nach Baugröße.
  5. KOA Speer RK73Z: Datenblatt, Seite 1 vom 26.10.2025 und Seite 2 vom 26.04.2022. Widerstands- und Stromgrenzen der jeweiligen Ausführungen.